top of page

Bundesliga startet ins neue Jahr: HRK und TSV eröffnen 2026 mit Nachholspiel

  • Rugby-News Team
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der Start ins Rugby-Jahr 2026 kommt früher als gedacht – zumindest für den TSV

Handschuhsheim und den Heidelberger RK. Das Nachholspiel, das ursprünglich noch vor

der Winterpause angesetzt war, eröffnet nun die Bundesliga-Rückrunde und bringt direkt

ein traditionsreiches Duell auf den Platz.


Saisonstart mit Fragezeichenund Chancen

Dass ein erstes Spiel nach der Winterpause selten fehlerfrei verläuft, darin sind sich beide

Lager einig. TSV-Spieler Moritz Beyer erwartet ein klassisches Auftaktspiel: viel Intensität,

aber auch Unsicherheiten. Der Fokus der Handschuhsheimer liegt klar darauf, dem HRK

möglichst wenig Struktur zu erlauben.

Der Gegner sei körperlich stark und traditionell über Standards gefährlich, deshalb wolle

man selbst lange Ballbesitzphasen und ein möglichst fehlerarmes Spiel aufziehen. Die

Marschroute: kontrollierte Offensive, mutig angreifen, aber mit Struktur. Trotz Respekt vor

dem Gegner sieht sich der TSV gut vorbereitet und geht motiviert in die Partie.

Personell gibt es allerdings einige Baustellen. Tim Frauenfeld fehlt verletzt, ebenso

Youngster Julius Diawara, der zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam

gemacht hatte. Positiv dagegen: Justin Rentsch kehrt nach den Länderspielen fit zurück,

außerdem bringen Paul Schüle im Sturm und Joshua Gando in der Hintermannschaft

zusätzliche Erfahrung und Tiefe zurück in den Kader.


Ein großer Umbruch beim TSV

Abseits des eigentlichen Spiels sorgt eine Personalie für Gesprächsstoff: Jaco Otto steht

dem TSV in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung – ein Einschnitt, der intern offenbar

nicht geräuschlos verlief. Aktuell wird das Team federführend von Lukas Rosenthal

trainiert. Wie langfristig die Lösung ist, bleibt offen, doch klar ist: Der Abgang Ottos

verändert die Dynamik innerhalb der Mannschaft deutlich.

Der Verein bleibt dennoch seinem Weg treu. Der Fokus liegt weiterhin stark auf der

Entwicklung junger Spieler, ergänzt durch wenige Neuzugänge, die perspektivisch

aufgebaut werden sollen. Ziel bleibt ein Platz im oberen Mittelfeld – mit der Hoffnung, sich

Schritt für Schritt weiter nach oben zu orientieren.


HRK mit Personalproblemen im Sturm

Auch beim HRK verlief die Vorbereitung nicht ohne Rückschläge. Trainer Steffen Liebig

sprach von einer ordentlichen Vorbereitung, inklusive einer intensiven gemeinsamen

Trainingseinheit mit der RGH zum Abschluss. Sorgen bereitet allerdings die

Personalsituation im Sturm: Verletzungen aus der Hinrunde und eine Grippewelle haben

den Kader stark getroffen.

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Kapitän Andrew Reintges, der nach einer

Gehirnerschütterung fehlt. Auch Jaden Gliatis steht nicht zur Verfügung. Gleichzeitig sieht

Liebig darin eine Chance für die Breite des Kaders – Spieler aus der zweiten Reihe

bekommen nun die Möglichkeit, sich zu zeigen. Mit Johannes Roll könnte zudem ein

U18-Nationalspieler sein Bundesliga-Debüt feiern.In der Hintermannschaft sieht es deutlich besser aus: Abgesehen von Langzeitverletzten

ist der HRK dort nahezu komplett und kann mit eingespielten Strukturen arbeiten.



Auftakt mit vielen offenen Fragen

Beide Teams rechnen mit einem Spiel, das noch nicht von perfekter Abstimmung leben

wird. Nach der Winterpause geht es vor allem darum, Fehler zu minimieren und schnell

wieder Wettkampfrhythmus zu finden. Der TSV will über Ballkontrolle und Tempo

kommen, der HRK trotz personeller Engpässe im Sturm seine Struktur halten und über

eine nahezu komplette Hintermannschaft Akzente setzen.

Für die Gastgeber ist es gleichzeitig der Start in eine neue Phase ohne Jaco Otto,

während der HRK mit vielen neuen Gesichtern Verantwortung übernehmen muss. Genau

diese Mischung aus Neuanfang, Anpassung und ersten Standortbestimmungen macht

die Partie zum spannenden Auftakt ins Rugbyjahr 2026.

 
 
 

Kommentare


bottom of page